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Daniil Adasinskiy With deep sorrow, we share the news that our friend and colleague, Daniel Adasinsky, has passed away. It is hard to find the right words - everything feels too dry, too imprecise. Since 2013, Daniel (Danya) has been actively involved in organizational work as a volunteer, technical administrator, and art director. From 2018 to 2024, he also served as the second chairperson of PANDA platforma. His contributions played a significant role in elevating the professionalism and quality of our work. Recently, he had been going through a difficult time, but we all hoped that a way forward would be found. The news of his passing came as a terrible shock to us. At this moment, it is impossible to make plans, to think about creativity, or to focus on work. Nothing will ever be the same again. We extend our sincere condolences to Danya’s wife, his family, and his friends....
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Archäologie des Wissens: Die Ursprünge der modernen Buchhaltung

Archäologie des Wissens: Die Ursprünge der modernen Buchhaltung

by Sonya Birch

Archäologie des Wissens: Die Ursprünge der modernen Buchhaltung in der transatlantischen Sklavenwirtschaft

#PANDAwissen

Buchhaltung – das klingt so technisch, grau, langweilig, unbedarft. Doch unter diesem Mantel aus Unscheinbarkeit geschieht Erstaunliches. EMPACTA® betreibt seit ein paar Jahren Wissensarchäologie. Wir erkunden die Tiefen des ökonomischen Zahlenraumes. Diesmal erforschen wir die Ursprünge der modernen Buchhaltung in der transatlantischen Sklavenwirtschaft. Dabei

kommt Überraschendes zu Tage:

Das erste Ding, das „wertberichtigt“ wurde, war nicht etwa eine Lokomotive oder ein Dampfboot, es war, so kolportieren wir, ein schwarzer Junge von fünf Jahren. Sklaven wurden geleast oder auf Kredit gekauft; ihre Fertilität fand Eingang in Business-Pläne; ihr Preis wurde auf Börsen verhandelt; verbrauchte Sklaven wurden abgeschrieben. „Scientific Management“ entstand nicht etwa an Ford‘s Fließbändern sondern in der Plantagenwirtschaft. Das Messen von Output je Zeiteinheit ist eine Erfindung der jamaikanischen, haitianischen Sklavenhalter.

„Anscheinend wurden fast alle Bestandteile des finanziellen Apparates, die wir mit dem Kapitalismus verbinden, vor der Entstehung der Fabriken und der Lohnarbeit entwickelt. … Man muss sich erst an den irritierenden Gedanken gewöhnen, dass die Durchsetzung des frühneuzeitlichen Kapitalismus außerhalb Europas mit der massenhaften Zunahme unfreier Arbeit verbunden war“, schrieb Jürgen Kocka.

Dieser irritierende Gedanke hat viel Unterstützung erfahren – dank einer wegweisenden Arbeit von Caitlin Rosenthal, deren Buch „Accounting for Slavery: Masters and Management“ im letzten Herbst für Aufregung an der Harvard Business School sorgte. Dieser Spur wollen wir nachgehen.

Es wird, wenn die Leitungen halten, eine Live-Schaltung zu unseren Kollegen in Bristol, London, Ghana und Kongo geben, die dabei sind, Artefakte aus der Geschichte der Kolonialen Buchhaltung

zusammenzutragen und interpretieren. Durch den Abend führt Frank Fabel, Certified Public Accountant, MA Geschichte, Volkwirtschaft, Kommunikationswissenschaften, Secretary General

EMPACTA E.V.®

Es wird eine Schutzgebühr von EUR 3.00 erhoben.



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